Turin Italien - Am fuss der Alpen

Zwischen Turin and Mailand; in der grossen Ebene, die der Po durchpfluegt, und an den prachtvollen Ufern des Lago Maggiore und des Comer Sees: Staedte, Abteien und kuehne Schloeser. Ihre Namen sind Geschichte und finden Widerhall in der ganzen Welt.

Turin

ist eine moderne Stadt. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen zu raffinierter Anmut. Der Rundgang kann bei der Piazza Castello, begonnen werden. Seinen Namen hat der Platz vom Schloss aus dem 13. Jh. mit dem halb mittelalterlilchen, halb barocken Aussehen. Daneben liegt Piazza Reale mit dem majestätischen Palazzo Reale die Armeria, eine der ältesten Waffensammlungen der Welt, und die Kathedrale, wo das Leichentuch aufbewahrt wird, in das der Überlieferung nash der Leib Christi gehüllt wurde. Wenige Schrite davon entfernt stehen die Tuerme der Porta Palatina , des Stadttors der augusteischen Mauern. Über Via Milano erreicht man das Stadthaus ( Palazo di Citta ). Auf dem gleichnamigen Platz steht der der Barockpalast Carignano, in dem sich das Risorgimento - Museum befindet. Nich weit davon, im Palazzo dell' Accademia delle Scienze , erwarten den Besucher die zwei beruehmtesten Museen Turins: das reiche und stimmungsvolle Ägyptische Museum und die Galleria Sabauda, die eine ansehnliche Sammlung flaemischer und hollaendischer Gamaelde bewahrt, sowie Werke grosser Italiener, darunter  Angelico, Pollaiolo, Botticelli. Von der benachbarten Piazza SanLago Maggiore Italien Carlo, dem schoensten Platz Turins, kan man die parkanlage Del Valentino erreichen, die ma Ufer des Po liegt. Hier liegt auch das eigenartige "Mittelalterliche Dorf", das gegen Ende des 19. Jhs. erbaut wurde. Nicht weit davon gewaehrt der Monte dei Cappuccini eine prachtvolle Aussicht auf die Stadt. Wieder Richtung Stadtzentrum stoestt man in der Via Montebello auf die charakteristische Spitze der Mole Antonelliana, das Wahrzeichen der Stadt, das ein elegantes Strassennetz beherrscht.
Wer sich noch einen tag laenger in Turin aufhaelt koennte sich zwei Reiseziele vornehmen: einen Ausflug nach der Basilika Superga, die zur Erinnerung an die Rettung Turins vor der franzoesischen Belagerung im Jahre 1706 errichtet wurde, un einen weiteren Ausflug nach Venaria Reale, wo die barocken Jagdschloesser stehen. Man kann aber auch nach Susa fahren und den prachtvollen Bogen des Cottius (8.Jh.v.Chr.), die roemischen Stadtmauern und die romanische Kathedrale bewundern.

 

Von Turin erreicht man über die Autobahn Ivrea mit schönen Schloss aud dem Cinquecento und dem antiken Dom. Von Ivrea aus steigt man das Tal des Flusses Dora empor. Zahlreiche römische Brücken, Bögen und Gedenksteine sind über das ganze Tal bis zu den Passhöhen vertsreut und auch imposante Schlösser aus dem Mittelalter. Zwanzig Kilometer von Ivrea liegt Issogne. Hier steht das schönste Schloss des ganzen Aosta-Tals; es hat einen Innenhofn mit Loggien, Fresken aus dem 15. Jh, und ist prachtvoll mit Möbeln aus der damaligen Zeit eingerichtet. Weiter oben liegt der bekannte Winterkurort Saini Vincent, und nicht weit davon steht Schloss Fenis.

 

Aosta

ist die adlige Hauptstadt der Region. Sie besitz zahlreiche roemische Ruinen: den Bogen des Augistus, die porta Pretoria, das Theater und das Amphitheater. Die Stiftskirche Sant'Orso stammt aus dem Mittelalter, die Kathedrale aus der Zeit der Renaissance. Weitere Sehenwürdigkeiten: der Palazzo del Priorato an den Ufern der Dora, die Torre del Lebbroso, die durch eine Novelle Xavier de Maistres, "Le lepreux de la cite d'Aoste" berühmt geworden ist.
Von Aosta ist es nur ein Sprung nach dem Höhenkurort Courmayeur. Eine kühne Seilbahn überquert den Montblanc-Gletscher und gewährt einen der schönsten Ausblicke auf die Alpen.

Steigt man das Aosta-Tal hinunter, erreicht man Vercelli (48 km von Ivrea), eine alte Stadt aus der Romerzeit und aus dem Mittelalter, mit der romanisch-gotischen Basilika Sant'Andrea. Es folgt Novara mit dem Dom aus dem 19. Jh. und dem Palazzo del Broletto (Sitz des Gerichts) aus dem 15. Jh. In der Nahe der romantische Orta-See. Er liegt zwischen hohen Bergen eingeschachtelt, und aus ihm ragt die Insel San Giulio empor; diese besitzt eine uralte romanische Basilika aus dem 5. Jh. 22 km auf einer Bergstrasse, mit prachtvollem Panorama auf die Seen und die Alpen, und man erreicht Stresa, dieses Juwel des Langensees (Lago Maggiore), berühmt wegen seiner unglaublich üppigen Vegetation, seiner unberührten Landschaft und seines milden Klimas. Im Sommer ist Stresa Sitz eines aristokratischen Musikfestivals. Von hier aus erreicht man mit dem Boot die Isola Bella mit dem Palazzo Borromeo und die Isola dei Pescatori (Fischerinsel) mit den charakteristischen landlichen Hausern. Am See liegen weitere berühmte Orte: Baveno mit seiner anmutigen Bucht, Pallanza, Intra, Ghiffa, Cannero — letzterem gegenuber zwei Inselchen mit Schlossruinen — und Cannobio, dessen prachtvolle Häuser reich verziert sind mit Portici (Saulengangen), Schmiedeeisen und Holzschnitzereien. Jenseits beginnt der Teil des Sees, der zur Schweiz gehort. Richtung Suden lasst man zur Linken die italienische Enklave Campione hinter sich und gelangt nach Como, von dessen zahlreichen Sehenswürdigkeiten besonders der Stadtturm, der Broletto-Palast und der im gotischen Renaissancestil erbaute Dom sehenswert sind. Der Comer See wird von einer unvergesslichen Landschaft umschlossen. An seinen Ufern liegen Statten hochster Kultur: Cernobbio mit der Villa d'Este aus dem Cinquecento (jetzt Luxushotel): Molfrasio, Argegno und gegenuber die romantische Insel Comacina; die prachtvolle Villa Carlotta in Tremezzo; Cadenabbia, Menaggio, Gravedona. An der Ostküste: die romanische Abte'i Fiona, deren Kreuzgang zu den architektonischen Zierden des Sees gehort; Qellano, Varenna, das anmutige Bellagto mit den Herrensitzen Serbelloni und Meizi; Lecco. Weiter sudlich: die Langobardenstadt Monza. Der prachtvolle Dom stammt aus dem Jahr 1396. Zum Domschatz gehört auch die Eisenkrone der Langobardenkonige, mit der Karl V. und Napoleon gekront wurden. Im Schlosspark liegt die beruhmte Auto-Rennbahn. Über das emsige Industriezentrum Sesto San Giovanni gelangt roan nach Mailand, reich an Kunst und Kultur, voller Leben, arbeitsam. Das imposante Schloss Sforza stammt aus dem stolzen Mailand des Cinquecento, der Zeit der Sforza. Das Schloss ist vom architektonischen wie vom kunsderischen Standpunkt aus sehenswert; besonders erwahnt seien der gezinnte Turm des Filarete, die Piazza d'Armi (der Waffenplatz), die elegante Loggia, die umfangreichen Sammlungen im Museum fur Altertumskunde und in der prachtvollen Pinakothek. Letztere bewahrt Meisterwerke aus jeder Zeitperiode, darunter die erschutternde Pieta Michelangelos, die sie alle überragt. Nicht weit davon steht Santa Maria delle Grazie. Das Presbyterium stammt von Bramante, und im ehemaligen Speisesaal befindet sich das Abendmahl von Leonardo da Vinci.

In der Nahe: die Kirche Sant'Ambrogio, die schonste Kirche der Lombardei; sie stammt aus dem Mittelalter. Am Corso Porta Ticinese steht die Kirche Sant'Eustorgio. Unter ihren zahlreichen, von adügen Familien errichteten Seitenkapellen ist die Porrinari-Kapelle erwähnenswert: ihre Fresken stammen von Michelozzo. Am Ende des Corso Porta Roma erhebt sich die breite Masse des Ospedale Maggiore (Hauptspital), das einen schonen Innenhof aus dem 17. Jh. hat und, hinter Piazza Fontana, der Königspalast mit der von Canova gemeisselten Buste Napoleons I. Wenige Schritte noch, und der Besucher sieht sich dem phantastischen Marmorwald des Mailander Doms gegenüber, dem grossten gotischen Werk Italiens: 135 Fialen, auf deren hochster (180 m) sich die goldene Statue der Madonnina erhebt.

Die romanische Kirche San Sepolcro, ein weiteres Kirchenjuwel Mailands, ist in den Komplex der Ambrosianischen Bibliothek und Pinakothek eingegliedert. Diese bewahrt die beruhmten Kodizes Leonardo da Vincis und Gemalde der lombardischen, venezianischen und flamischen Schule. Es folgt Palazzo Borromeo, eriesenes Beispiel eines Patriziersitzes aus dem Quattrocento mit heiteren Fresken, die das Leben der lombardischen Vornehmen wahtend
der Renaissance veranschaulichen: Spiele, Jagdszenen und Empfange. Der belebten Piazza Cordusio folgt Piazza dei Mercanti, das architektonische Herz Mailands; ein Viereck prachtvoller Palaste bildet diesen Platz: der romanische Palazzo della Ragione (Gerichtsgebaude), der Palazzo dei Giureconsuiti (der Rechtsgelehrten) aus dem 17. Jh., die Scuole Palatine (Schulen des Palatin) aus dem 17. Jh. und die Loggia degli Osü aus dem Quattrocento. Hinter dem Domplatz: Piazza della Scala mit dem weltberühmten Theater und
einem Museum, das zahlreiche höchst seltene Urkunden liber die Geschichte der Opern musik enthalt.

 

Der zweite Tag des Mailandaufenthaltes kann dem Besuch der grossen Kunstsammlungen gewidmet werden: Palazzo Clerici mit dem grossen Fresko Tiepolos zum Thema «Der Lauf der Sonne»; die beruhmte Brera-Pinakothek und die prachtvolle Bildersammlung Poldi-Pezzoli.

Der Nachmittag konnte den Besucher auf Stendhals Spuren sehen, in den bezaubernden Strassen eines ganzlich unerwanet romantischen Mailands: Via Montenapoleone, Herz der heutigen eleganten Stadt, Via Manzoni und Via del Gesu mit dem phantasievollen Blihnenbild des Palazzo Bagatti Valsecchi aus dem 16. Jh. Ebenso uberraschend und unerwartet ist das traumerische Schweigen, das den Besucher in den Innenhofen mit ihren platschernden Brunnen, auf den grünen Rasen und in den eleganten Saulengangen umfangt.

Unmittelbar ausserhalb Mailands erwartet den Besucher die prachtvolle Abtei Chiaravalle, ein Meisterwerk der Zisterzienser-Architektur; sie wurde 1135 vom heiligen Bernhard von Clairvaux gegründet. 27 km von Mailand befindet sich cine der grossten Sehenswürdigkeiten Italiens: die Kartause von Pavia, das Mausoleum der Familie Visconti. Sehenswert der liebenswerte kleine Kreuzgang, der grosse Kreuzgang, die Bibliothek, die Statuen und Gemalde.

PaviaUnd nun Pavia, die bezaubernde Stadt der Türme, heute noch genau so majestatisch wie damals, als sie die Hauptstadt des Langobardenreichs und der Karolinger war. Besonders sehenswert: die romanische Kirche San Pietro in Ciel d'Oro (Sankt Peter im goldenen Himmel), wo der heilige Augustin, der Staatsmann und Denker Boethius und Konig Liutprand begraben liegen; Schloss Visconti und seine Museen, die ehemalige Universitat, die Pinakothek mit Werken von Antonello da Messina, Bellini, Correggio; der Renaissance-Dom, das romanische Kleinod San Michele. Ober das romische Casteggio und das schmucke Voghera kehrt man nach Piemont zurück: Tortona mit schonen Bauten aus dem 16. Jh. und Alessandria, Industrie und Landwirtschaftszentrum, in dessen Umgebung, genauer gesagt in Bosco Marengo, die majestatische Kirche Santa Croce (Heiligkreuzkirche) mit Skulpturen und Gemalden aus der Periode des Manierismus steht.

Von Alessandria aus erreicht man über das Tanaro-Tal des Gebiet von Monferrato. Seine Kultur ist uralt. In der Gegend zahlreiche Stadtchen und Schlosser; beruhmt sind auch ihre ausgezeichneten Weine. Hier liegt Asti mit den drei Turmen und dem Palast der Familie Alfieri, die einen der grossten Dramatiker Italiens hervorgebracht hat. Sehenswert die Stiftskirche San Secondo und die gotische Kathedrale. Es folgen Alba, dessen Truffel und Weine beruhmt sind, und das Konigsschloss von Moncalieri. Bequeme Strassen führen nach Turin zurück.

 

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